Neuigkeiten

Termine für Fledermausführungen
---------------------------------------------------------
Führungen
Zur Zeit nur Gruppenführungen
auf Anfrage

 


Anmeldung unter 030/36750061

oder Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

erforderlich!

Plätze begrenzt!

Teilnahme nur nach Bestätigung!

 

 

10 Jahre BAT e.V.

2013_z-bats
Startseite
Öffnung des Fledermauskellers PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Robert Henning   
Freitag, 18. April 2014

Sonderöffnung des Fledermauskellers zum

 

8. Oster-Ritterfest  

 

Vom 19.04 bis 21.04. öffnet der Fledermauskeller zum Oster-Ritterfest auf der Zitadelle seine Türen. Die Nilflughunde, Brillenblattnasen und Blütenfledermäuse freuen sich auf den Besuch von großen und kleinen Rittern. Passend zum Anlass bieten unsere Ausstellungsräume eine Menge Wissenswertes zum Thema Fledertiere und auch ein wenig Grusel wird verbreitet.

Als besonderes Highlight werden Schaufütterungen in unserem großen Gehege mit etwa 150 Fledertieren stattfinden.

Sollte das Wetter mitspielen wird es auch die beliebten Floßtouren auf dem Burggraben geben.

 

mausohr_wach_2

 

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 18. April 2014 )
 
Winterzählungen 2013/2014 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Jörg Harder   
Mittwoch, 8. Januar 2014

Schon unmittelbar nach der Vereinsgründung waren die Aktiven des Berliner Artenschutz Team –BAT- e.V. vom Nachbarverein Mausohr e.V., der Beringergemeinschaft Dr. Haensel, Ittermann, Tismer, zur Mitwirkung in der Freilanduntersuchung eingeladen worden.

Zu den Untersuchungsgebieten der Gemeinschaft gehören zahlreiche historische Keller und Bunker im Bereich der Schorfheide, Bad Freienwalde und Eberswalde. Die bearbeiteten Quartiere sind teilweise bereits seit 1932 in den ersten  Freilanduntersuchungen Deutschlands kontrolliert worden.

Martin Eisentraut (1902 – 1994) Zoologe und Entwickler der Fledermausberingung, forschte ab 1932 in großen Quartieren wie der Zitadelle Spandau, dem Kloster Chorin oder dem Alauntunnel Bad Freienwalde. Er gewann die ersten Erkenntnisse zur Wanderung der Tiere in der Region und zum, Austausch zwischen den Quartieren.

In den sechziger Jahren betrieb Dr. Joachim Haensel mit seinem Team die Neuaufnahme der Untersuchung von Fledermausquartieren in der damaligen DDR. Bis heute ist er in der Beringergemeinschaft federführend für die seit Jahrzehnten andauernde kontinuierliche Untersuchung der ausgewählten Quartiere.

Datenerfassung beim Großen Mausohr

Heute werden diese Bunker, Stollen und Keller von einer Arbeitsgruppe bestehend aus den Aktiven von Mausohr e.V., BAT e.V. und der Naturwacht Brandenburg untersucht.

Bei der Arbeit dürfte es sich hinsichtlich der Größe des überwachten Gebietes, der Anzahl der Tiere und der zeitlichen Dauer um eine der bedeutendsten Untersuchungen zu Fledermäusen in Deutschland handeln. Derartige nahezu ausschließlich ehrenamtlich betriebene  Grundlagenforschung und Langzeit-untersuchung geht deutlich über das hinaus, was Gutachterbüros im amtlichen Auftrag projektbezogen leisten können.

Freilassung eines neu beringten Langohrs

 

Über die letzten 10 Jahre der Arbeit in Winter- und Sommerquartieren, Netzfängen und Beringungen, konnten BAT Mitglieder umfassend Erfahrungen in der Freilandforschung sammeln. Wir erlangen das Wissen, was notwendig ist, Artenschutzforderungen zu begründen.

Um eine genaue Erfassung der Fledermausbestände zu erreichen, bedarf es einer gründlichen Zählung. Dies erfordert Erfahrung und Sachverstand. Selten hängen die Tiere frei an der Decke und lassen sich im Vorbeigehen betrachten und registrieren.

Die Bestimmung umfasst Daten zur Art, Geschlecht, Alter, Körpermaße und vieles mehr.

Die Quartiere sind oft eng und schwer zugänglich. Der Kontrolleur muss besonders aufmerksam agieren. Störungen oder gar Schädigung der Tiere sind unbedingt zu vermeiden.

Die Fledermäuse verstecken sich oft in engen Spalten und Fugen, teilweise hinter losem Putz. Gegebenenfalls muss das Versteck mit einem Spiegel ausgeleuchtet werden.

 Kontrolle Pferdekopfbunker

Je nach Untersuchungsumfang müssen einzelne Tiere vorsichtig geborgen werden um Ringe abzulesen oder Neuberingungen vorzunehmen.

Braunes Langohr in Deckenstein

 

Ein Winterquartier wird regelmäßig nicht öfter als einmal pro Jahr untersucht. In Abstimmung mit der zuständigen Naturschutzbehörde werden die Untersuchungen fachkundig durchgeführt. Die Bestimmungen des Arten-schutzes werden strikt eingehalten, Untersuchungen  finden statt, um die Bestrebungen des Artenschutzes voran zu bringen. In der Tiefschlafphase, wenn sich die Tiere nicht von ihren Hangplätzen wegbewegen,   lassen sich die Fledermäuse besonders zuverlässig erfassen.  Die Zählungen dienen dazu, Bestandsentwicklungen und mögliche Gefährdungssituationen zu erkennen. Gleichzeitig wird die Qualität der Quartiere beurteilt und ggf. eine Aufwertung durch Optimierungsmaßnahmen durchgeführt.

Die notwendigen Baumaßnahmen finden dann natürlich außerhalb der Zeit des Winterschlafs statt.

In einer dreitägigen Aktion zum Jahreswechsel trafen sich die Ehrenamtlichen zunächst im Groß Schönebeck / Schorfheide zu gemeinsamen Zählungsauftakt. Von dort ging es zu den Quartieren. Übernachtet wurde in der Herberge in Bad Freienwalde, die selbst ein interessantes Winterquartier im ehemaligen Kohlenkeller aufweist.

In den drei Tagen wurden 23 Quartiere untersucht. Darunter das Kloster Chorin, der Alauntunnel Bad Freienwalde oder der ehemalige Schießgang im „Raketenwald“ Bad Freienwalde.

Am dritten Tag fand die Untersuchung im vereinseigenen Quartier Kellerberg Grünthal statt. Dieses Objekt wurde von Mausohr e.V. bereits vor einigen Jahren durch Erwerb langfristig gesichert und optimiert.

Anreichen von Fledermäusen zur Beringung
Wir fanden in diesem Jahr insgesamt 814 Tiere. Witterungsbedingt, es war einfach nicht kalt genug, fanden wir wenige Mopsfledermäuse. Diese kommen erst bei deutlich kälteren Temperaturen in die Höhlen.

Erfreulich war die Zahl der Bechsteinfledermäuse, die wir in diesem Jahr zählen durften. Am häufigsten war die Wasserfledermaus vertreten, sie macht ca. die Hälfte des Bestandes in den untersuchten Quartieren aus. Zahlenmäßig folgten die Fransenfledermaus und das Große Mausohr.

Bechsteinfledermaus

Diese drei Arten gehören auch zu den häufigsten Wintergästen auf der Zitadelle Spandau.

Die viel zu hohen Temperaturen haben die Untersuchungen nicht begünstigt, viele Fledermäuse können nicht in den Tiefschlaf kommen, der zur Herabsenkung des Energiehaushaltes notwenig ist, teilweise waren die Tiere vollständig wach. Die Wetterentwicklung der nächsten Wochen wird bei Vergleich mit weiteren Quartieren zeigen, welche Auswirkung die Witterung auf die Bestände hat.

Fehlender Frost führte auch hier in Berlin dazu, dass bereits mehrere Tiere stark geschwächt in der Stadt gefunden wurden und zur Betreuung hier auf der Zitadelle abgegeben wurden.

 

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 8. Januar 2014 )