Termine  

Fledermausführungen

Zurzeit noch keine Führungstermine für 2017

Termine für Gruppenführungen  (Betriebsfeiern, Weihnachts-feiern o.ä. mit mindestens 10 Personen) sind weiterhin buchbar.

Anmeldung unter

030/36750061
oder Mail: info@bat-ev.de erforderlich!
Plätze begrenzt!
Teilnahme nur nach Bestätigung!

 

 Floßfahrten

Floßfahrten z.Zt. nur bei Großveranstaltungen und für kleine Gruppen

Ab November kein Floßbetrieb mehr.

   

Über Uns  

   

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Kaum war Weihnachten vorbei, galt es für die Kollegen von BAT e.V. und Mausohr e.V., sich wieder an die Arbeit zu machen. Mit der Winterexkursion in die Schorfheide starteten die Kontrollen in die Winterquartiere.
Grundsätzlich gilt: Betreten des Winterquartiers verboten! Eine Störung im Winterquartier kann einen gefährlichen Energieverlust für die schlafenden Tiere bedeuten. Nur mit Ausnahmegenehmigung betreten wir die Höhlen, Bunker, Stollen und Keller einmal im Winter.

Fledermaus in FelsspalteDie ersten 27 Quartiere sind bereits geschafft. Dabei haben wir schon fast 800 Fledermäuse entdecken können. Nur die wenigsten hängen frei an Decken und Wänden. Oft braucht es den geübten Blick des erfahrenen Beobachters um in engen Fugen und Spalten an einem Ohr, einen Fuß und einem Stück Fell eine Fledermausart erkennen und bestimmen zu können.

In den von uns betreuten Quartieren sind besonders die Wasser- und die Fransenfledermaus häufig vertreten. Wir haben aber auch Bechsteinfledermaus, Großes Mausohr, Mopsfledermaus und seit langen Jahren mal wieder ein Graues Langohr gefunden. Insgesamt konnten wir 8 verschiedene Arten feststellen.

Seit vielen Jahrzehnten werden die Fledermäuse in den von uns betreuten Quartieren mit Klammern am Unterarm markiert. Braunes Langohr an Decke hängendDiese Fledermausringe machen es möglich, das Leben, das Alter und die Wanderungen des Tieres bei regelmäßigen Wiederfunden nachzuvollziehen. Bei Tieren, die weniger versteckt sitzen und bei denen das Ablesen des Ringes möglich ist, werden diese entsprechend kontrolliert. Bei einigen Arten finden auch Neuberingungen statt.
Hierbei sind für uns insbesondere die Erkenntnisse über die Beziehungen zwischen dem Sommer- und Winterquartier aber auch die Verbindungen der Winterquartiere untereinander besonders von Bedeutung.
Wir können Tiere beobachten, die zwei oder drei Schlafplätze abwechselnd nutzen. Es gibt aber auch eine ganze Reihe von Fledermäusen, die wir bereits seit mehr als 10 Jahren immer wieder im selben Quartier am angestammten Platz wiederfinden. Besonders diese sehr ortstreuen Fledermäuse wären von Quartiersbeeinträchtigungen oder -verlusten sehr stark bedroht.

Aussenbereich des Fort HahnebergMitglieder von BAT e. V. waren auf Einladung der Arbeits- und Schutzgemeinschaft Fort Hahnberg zu einer Fledermausführung zu Gast. Daniel Markovics und Sandra Schwarze, die sich im Fort Hahneberg auch für die vorhandene Fledermauspopulation engagieren und deren Lebensweise und Bedürfnisse den dortigen Besuchern vermitteln, empfingen uns freundlich und erklärten umfänglich ihre Festung und ihr Fledermausquartier.

Derzeit haben die Mitglieder von Bat e.V. wieder ein gewisses Schlafdefizit. Der beginnende Herbst ist eine gute Zeit, zu erforschen, welche Fledermäuse in bestimmten Lebensräumen unterwegs sind. Bei den Kontrollen der Wochenstuben im Sommer oder den Schlafplätzen im Winter werden die Tiere eher stationär in ihren Lebensräumen angetroffen.

Mitarbeiter von BAT beim Netzfang von FledermäusenWährend des Herbstes findet der Fledermauszug statt. Hier ist die Chance groß, beringte Tiere bei ihren Wanderungen zu finden und die Zugwege zu erforschen. Es ist aber auch die Zeit des Schwärmens, der Paarung und der Erkundung von potentiellen Winterschlafplätzen.

In dieser Zeit können die Fledermäuse in ihrer aktiven Phase mit speziellen Netzen gefangen werden. Vorrausetzung ist hierfür eine entsprechende Genehmigung der Naturschutzbehörde. Ohne Erlaubnis dürfen keine Fledermäuse gefangen werden.

Martin Straube „Falsche Vampire & fliegende Hunde - Die geheimnisvolle Welt der Fledermäuse“

Buch " Falsche Vampire - fliegende Hunde"Seit wenigen Wochen ist ein neues Buch von Martin Straube über Fledermäuse erhältlich. Wir haben es gelesen und empfehlen es gern weiter. In wesentlichen Punkten unterscheidet sich das Werk von herkömmlicher Fachliteratur. Es sind nicht die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse, nicht die Sammlung von Fakten, nicht das fundierte Grundwissen über unsere faszinierenden nachtaktiven fliegenden Säugetiere. Nein, es sind auch nicht die zahlreichen hervorragenden Bilder, nicht die ausführlichen Beschreibungen oder detaillierten Darstellungen biologischer Abläufe.

Derartiges findet sich mittlerweile in vielen einschlägigen Buchveröffentlichungen. Das Werk von Martin Straube beinhaltet all das, was man schon immer über Fledermäuse wissen wollte und nur noch nicht gelesen hat. Es ist verständlich, es ist unterhaltsam und erfasst in einem weiten Bogen die gesamte Welt der Fledertiere in ihrer Entwicklung, in ihrer Verbreitung und ihren vielen Eigenschaften.

Gruppe von Abendseglern

Der Abendsegler (Nyctalus noctula) wurde von BatLife Europe zur Fledermaus des Jahres 2016 gewählt.

 

 

 

 

 

 

 

BatLife Europe hat Partner in über 30 Ländern und setzt sich auf internationaler Ebene für den Schutz der Fledermäuse ein.

Der Große Abendsegler ist in der Region Berlin häufig zu beobachten, er ist in weiten Bereichen Europas verbreitet. Trotz der weiten Verbreitung steht er auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten.

Als eine der größeren einheimischen Arten mit einer Flügelspannweite von mehr als 40 Zentimetern ist er oft schon früh am Abend in der Dämmerung auf seiner Jagd nach Insekten zu beobachten. Mit Fluggeschwindigkeiten von über 50 Km/h werden Mücken, Wanzen und Käfer erbeutet und in Massen vertilgt.

   
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