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Fledermausführungen

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Uns erreichte ein Erfahrungsbericht von Familie Thomas und Korinna N. aus Wilmersdorf, diesen schönen Erfolgsbericht wollen wir gern weitergeben:

Neulich Vormittag fanden wir in unserem Garten ein quicklebendiges Fledermausjunges, welches offenkundig aus der in unserem Dachstuhl beheimateten Kolonie stammte. Ohne Scheu krabbelte es auf die vorsorglich mit einem frisch ausgepackten Latexhandschuh geschützte Hand. Wir verbrachten es vorsichtig in ein mit Zeitungspapier und Haushaltstuch ausgestattetes, etwa schuhkartongroßes Behältnis. FledermausbabyHierbei ist darauf zu achten, dass die Ränder des Behältnisses frei bleiben, da das Junge ansonsten herauskrabbelt. Ferner sollte das Papier so gelegt sein, dass sich es sich verstecken kann. Die Temperatur sollte zwischen 20-25 °Celsius betragen. Über die Fledermaus Hotline des NABU haben wir dann den Rat bekommen, das Junge nach Sonnenuntergang seiner Kolonie zur „Abholung“ zu präsentieren.Abholturm


Mit Papierküchentüchern umhüllten wir ein Weizenbierglas, die Enden um den Glasrand eingeschlagen. Dieses stellten wir mit dem Boden nach oben in einen Plastikbehälter, dessen Ränder (ca. 5cm) hoch genug waren, dass das Fledermausjunge nicht herausklettern konnte. Auch der Boden des Behälters war mit Küchenpapier ausgelegt, damit das Junge Halt hat, falls es vom Turm herunterklettert oder –fällt.


Nach Sonnenuntergang machten wir die kleine Fledermaus, die tagsüber meistens geschlafen hatte, mit Hilfe einer Wärmeflasche (35-40°C) munter. (Stoffstück mit Fledermaus drin auf die Wärmflasche, alles in eine Plastikschüssel)Das nun muntere, Laute von sich gebende Tier setzten wir auf den Abholturm. Nachdem wir uns entfernt hatten, kamen bald die ersten Fledermäuse und kreisten um den Behälter. Das war gegen 22Uhr.
Gegen 1 Uhr gab es die ersten Versuche einer Landung. Tatsächlich abgeholt wurde das Jungtier zwischen 1:30 Uhr und 2:30.

WhatsApp Logo 1aDer weit verbreitete Messenger WhatsApp wird jetzt auch für den Fledermausschutz eingesetzt. Im Rahmen eines so genannten Citizen Science Projektes werden die Nutzer von Smartphones in Berlin aufgerufen, Fledermausbeobachtungen zu melden.


Jeder Nutzer der App kann ab sofort ohne weitere Vorkenntnisse die Fledermausforschung unterstützen. Das Berliner Artenschutz Team -BAT- e.V. ruft dazu auf, Fledermausbeobachtungen zentral zu melden.
Wer also den Hangplatz einer Fledermaus entdeckt und den Fledermausschutz unterstützen möchte, greift einfach zum Handy, übermittelt per WhatsApp den Standort, hängt noch ein Bild vom Fledermausquartier an und fertig. Wer mag, kann natürlich freitextlich weitere Infos übermitteln.In Spalte sitzende Zweifarbfledermaus

ZweifarbfledermausHerbst und Frühjahr sind die Zeiten des Zuges der Fledermäuse zwischen Sommer- und Winterquartier. Diese Zeit eignet sich gut zur Beobachtung der Tiere. Die Erforschung der Zugrouten hat Bedeutung für den Fledermausschutz. Während ihrer Reise sind die Tiere Gefahren ausgesetzt. Insbesondere Windparks können eine tödliche Falle für Zweifarbfledermäuse, Kleinabensegler oder Rauhautfledermaus darstellen. Um hier Einfluss auf Planungen zu nehmen ist es für Fledermauskundler wichtig, möglichst viele Erkenntnisse zum Zugverhalten zu gewinnen.

BAT e.V. unterstützt das Projekt „Fledermauszug Deutschland“. http://fledermauszug-deutschland.de/


Hierzu gibt es einen schönen Bericht von Bernd Ohlendorf, AK Fledermäuse Sachsen Anhalt. Adobe PDF file icon 32x32

 

Am 13.12.17 hat Herr Stadtrat Gerhard Hanke gleich mehrere neue Ausstellungsbereiche im Fledermauskeller auf der Zitadelle Spandau für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Schauraum mit Teil der ZitadellengewölbeEs wurde der neuen Schauraum mit dem Diorama „Lebensraum Zitadellengraben“ vorgestellt. Hier wird lebensnah das Umfeld der historischen Festung mit seiner Flora und Fauna neben den berühmten Fledermausquartieren gezeigt.

Als außerschulischer Lernort wird dieser Bereich in Zukunft den Schulen und Kitas in und um Berlin zu Lehrzwecken zur Verfügung stehen, bietet aber auch dem Zitadellenbesucher die Möglichkeit, den Biotop, um das gewaltige Spandauer Bauwerk kennenzulernen und es dann ggf. selbst zu erforschen.

Herr Hanke fand sehr freundliche Worte und zeigte sich vor zahlreichen Medienvertretern sichtlich begeistert:

Darstellung der Natur um den Zitadellengraben

 

„Das seit langem auf der Zitadelle mit ihrem Fledermauskeller beheimatete Berliner Artenschutz Team -BAT- e.V. hat eine neue Attraktion geschaffen. Mit dem Schauraum „Lebensraum Zitadelle“ wurde in ehrenamtlicher Arbeit ein lebensnahes Abbild der Flora und Fauna der Zitadelle und ihrer unmittelbaren Umgebung hergestellt. Die Kosten sind allein vom Verein BAT e.V. getragen worden und beliefen sich auf rund 7000 Euro.

Eine wirklich gelungene Neuheit auf der Zitadelle! Ich danke dem Berliner Artenschutzteam für das besondere Engagement!“

Zusätzlich wurde ein erster Teilbereich einer Ausstellung zur Historie der Fledermausforschung in der Region Berlin Brandenburg der Presse vorgestellt.

Auf der Zitadelle Spandau wurden im Winter 1932 / 1933 durch den Naturforscher Martin Eisentraut die ersten Fledermäuse der Art „Großes Mausohr“ beringt. Wir feiern damit 85-jähriges Jubiläum in der Fledermausforschung. Hier in Spandau wurden die ersten Quartiersbeziehungen, Wanderwege und viele weitere biologische Daten zu Fledermäusen erforscht. Der Forschungsbereich erstreckte sich auf die Gebiete der Zitadelle Spandau, das Kloster Chorin und die Kalkberge Rüdersdorf.

 

 

Derzeit haben die Mitglieder von Bat e.V. wieder ein gewisses Schlafdefizit. Der beginnende Herbst ist eine gute Zeit, zu erforschen, welche Fledermäuse in bestimmten Lebensräumen unterwegs sind. Bei den Kontrollen der Wochenstuben im Sommer oder den Schlafplätzen im Winter werden die Tiere eher stationär in ihren Lebensräumen angetroffen.

Mitarbeiter von BAT beim Netzfang von FledermäusenWährend des Herbstes findet der Fledermauszug statt. Hier ist die Chance groß, beringte Tiere bei ihren Wanderungen zu finden und die Zugwege zu erforschen. Es ist aber auch die Zeit des Schwärmens, der Paarung und der Erkundung von potentiellen Winterschlafplätzen.

In dieser Zeit können die Fledermäuse in ihrer aktiven Phase mit speziellen Netzen gefangen werden. Vorrausetzung ist hierfür eine entsprechende Genehmigung der Naturschutzbehörde. Ohne Erlaubnis dürfen keine Fledermäuse gefangen werden.

   
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