Termine  

Fledermausführungen

Zur Zeit Winterschlaf der Fledermäuse!

Anmeldung unter

030/36750061
oder Mail: info@bat-ev.de erforderlich!
Plätze begrenzt!
Teilnahme nur nach Bestätigung!

 

 

   

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Mit Tautropfen überzogene Wasserfledermaus

Mit Einsetzen der winterlichen Temperaturen beginnt für unsere einheimischen Fledermäuse die Zeit des Winterschlafs.

Da alle europäischen Fledermäuse Insektenfresser sind fehlt ihnen in der kalten Jahreszeit die Nahrungsgrundlage. Diese Zeit des Nahrungsmangels überbrücken die Tiere, anders als die abwandernden Zugvögel, durch den Winterschlaf. Durch Schlaf, Tiefschlaf und Kältestarre werden die Körperfunktionen auf ein Minimum reduziert, es ist die Zeit des Energiesparens. Die Lebensfunktionen der Tiere reduzieren sich auf ein Minimum, die Zahl der Herzschläge sinkt auf 3-8 pro Minute, die Atmung ist auf wenige Atemzüge pro Stunde reduziert.Das Winterquartier muss möglichst kühl, aber frostsicher sein. Zugluft macht ein Quartier unbrauchbar. Die Hangplätze in Deckenbereichen, Fugen und Spalten müssen sicher vor Fressfeinden sein. Die meisten Arten bevorzugen eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit bis hin zur Tropfnässe.

 

Die Tiere sind in der Schlafphase äußerst störungsanfällig. Besonders empfindlich reagieren sie auf Klimaveränderungen, Erwärmung oder Wind, ungewohnt auftretendem Lärm, Licht oder Blendung, Vibration oder Berührung. Ebenso schädlich können sich Dämpfe oder Rauch auswirken. Wer ein Fledermausquartier betritt, muss sich also bewusst sein, dass er durch Unachtsamkeit oder falsches Verhalten - infolge von Unkenntnis oder Rücksichtslosigkeit - Tiere beunruhigen und stören kann, was im schlimmsten Fall zum Tod des Tieres führt. Die Winterschlafplätze der Fledermäuse auf der Zitadelle Spandau befinden sich vorwiegend in der Nordkurtine, im Wehrgang der Bastion Königin sowie in der Unteren und Oberen Feuergalerie der Bastion König. Wir finden die Tiere vorwiegend in Mauerrissen und Spalten. Teilweise erstrecken sich diese metertief in das Bauwerk. Es ist unmöglich alle schlafenden Tiere zu entdecken. Nur ein kleiner Teil unserer Wintergäste hängt frei sichtbar und kann beim Durchschreiten der Gewölbe betrachtet werden.
Das Berliner Artenschutz Team–BAT–e.V. bietet vielfältige Möglichkeiten, sich über die Tiere und deren Schutzmöglichkeiten zu informieren.

Sollten Sie eine hilflose Fledermaus finden so können Sie diese bei uns auf der Zitadelle im Fledermauskeller abgeben. Sollte im Fledermauskeller niemand zu erreichen sein, so können Sie die Tiere auch rund um die Uhr bei der Pförtnerei auf der Zitadelle abgeben.

Telefon: 030/36750061
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Nur, was man kennt, kann man auch schützen!!

WhatsApp Logo 1aDer weit verbreitete Messenger WhatsApp wird jetzt auch für den Fledermausschutz eingesetzt. Im Rahmen eines so genannten Citizen Science Projektes werden die Nutzer von Smartphones in Berlin aufgerufen, Fledermausbeobachtungen zu melden.

In Spalte sitzende Zweifarbfledermaus


Jeder Nutzer der App kann ab sofort ohne weitere Vorkenntnisse die Fledermausforschung unterstützen. 

Das Berliner Artenschutz Team -BAT- e.V. ruft dazu auf, Fledermausbeobachtungen zentral zu melden. Wer also den Hangplatz einer Fledermaus entdeckt und den Fledermausschutz unterstützen möchte, greift einfach zum Handy, 

übermittelt per WhatsApp den Standort, hängt noch ein Bild vom Fledermausquartier an und fertig. Wer mag, kann natürlich freitextlich weitere Infos übermitteln. Besonders interessant sind natürlich Schlafplätze in Kellern oder Wochenstuben in Dachböden. Vielleicht hat jemand eine Fledermaus im Nistkasten oder gar eine Kolonie Zwergfledermäuse im Jalousien Kasten entdeckt.

Eigentlich ist bei der Aktion nur zu beachten, dass die Fledermäuse durch das Fotografieren im Quartier nicht gestört werden dürfen. Jede Meldung trägt dazu bei, das Wissen über die Fledermäuse in Berlin zu verbessern. Die Fledermausschützer von BAT e.V. erstellen dann einen Berliner Stadtplan für Fledermäuse.

Anhand der gewonnenen Erkenntnisse zur Bestandssituation können dann langfristig etwaige Gefährdungen besser erkannt werden und Schutzkonzepte entwickelt werden.

 


Die WhatsApp Nummer von BAT e.V. lautet 0152 273 432 25.


Die Nummer ist nicht für telefonische Anfragen oder Führungstermine eingerichtet.

ZweifarbfledermausHerbst und Frühjahr sind die Zeiten des Zuges der Fledermäuse zwischen Sommer- und Winterquartier. Diese Zeit eignet sich gut zur Beobachtung der Tiere. Die Erforschung der Zugrouten hat Bedeutung für den Fledermausschutz. Während ihrer Reise sind die Tiere Gefahren ausgesetzt. Insbesondere Windparks können eine tödliche Falle für Zweifarbfledermäuse, Kleinabensegler oder Rauhautfledermaus darstellen. Um hier Einfluss auf Planungen zu nehmen ist es für Fledermauskundler wichtig, möglichst viele Erkenntnisse zum Zugverhalten zu gewinnen.

BAT e.V. unterstützt das Projekt „Fledermauszug Deutschland“. http://fledermauszug-deutschland.de/


Hierzu gibt es einen schönen Bericht von Bernd Ohlendorf, AK Fledermäuse Sachsen Anhalt. Adobe PDF file icon 32x32

 

Derzeit haben die Mitglieder von Bat e.V. wieder ein gewisses Schlafdefizit. Der beginnende Herbst ist eine gute Zeit, zu erforschen, welche Fledermäuse in bestimmten Lebensräumen unterwegs sind. Bei den Kontrollen der Wochenstuben im Sommer oder den Schlafplätzen im Winter werden die Tiere eher stationär in ihren Lebensräumen angetroffen.

Mitarbeiter von BAT beim Netzfang von FledermäusenWährend des Herbstes findet der Fledermauszug statt. Hier ist die Chance groß, beringte Tiere bei ihren Wanderungen zu finden und die Zugwege zu erforschen. Es ist aber auch die Zeit des Schwärmens, der Paarung und der Erkundung von potentiellen Winterschlafplätzen.

In dieser Zeit können die Fledermäuse in ihrer aktiven Phase mit speziellen Netzen gefangen werden. Vorrausetzung ist hierfür eine entsprechende Genehmigung der Naturschutzbehörde. Ohne Erlaubnis dürfen keine Fledermäuse gefangen werden.

Uns erreichte ein Erfahrungsbericht von Familie Thomas und Korinna N. aus Wilmersdorf, diesen schönen Erfolgsbericht wollen wir gern weitergeben:

Neulich Vormittag fanden wir in unserem Garten ein quicklebendiges Fledermausjunges, welches offenkundig aus der in unserem Dachstuhl beheimateten Kolonie stammte. Ohne Scheu krabbelte es auf die vorsorglich mit einem frisch ausgepackten Latexhandschuh geschützte Hand. Wir verbrachten es vorsichtig in ein mit Zeitungspapier und Haushaltstuch ausgestattetes, etwa schuhkartongroßes Behältnis. FledermausbabyHierbei ist darauf zu achten, dass die Ränder des Behältnisses frei bleiben, da das Junge ansonsten herauskrabbelt. Ferner sollte das Papier so gelegt sein, dass sich es sich verstecken kann. Die Temperatur sollte zwischen 20-25 °Celsius betragen. Über die Fledermaus Hotline des NABU haben wir dann den Rat bekommen, das Junge nach Sonnenuntergang seiner Kolonie zur „Abholung“ zu präsentieren.Abholturm


Mit Papierküchentüchern umhüllten wir ein Weizenbierglas, die Enden um den Glasrand eingeschlagen. Dieses stellten wir mit dem Boden nach oben in einen Plastikbehälter, dessen Ränder (ca. 5cm) hoch genug waren, dass das Fledermausjunge nicht herausklettern konnte. Auch der Boden des Behälters war mit Küchenpapier ausgelegt, damit das Junge Halt hat, falls es vom Turm herunterklettert oder –fällt.


Nach Sonnenuntergang machten wir die kleine Fledermaus, die tagsüber meistens geschlafen hatte, mit Hilfe einer Wärmeflasche (35-40°C) munter. (Stoffstück mit Fledermaus drin auf die Wärmflasche, alles in eine Plastikschüssel)Das nun muntere, Laute von sich gebende Tier setzten wir auf den Abholturm. Nachdem wir uns entfernt hatten, kamen bald die ersten Fledermäuse und kreisten um den Behälter. Das war gegen 22Uhr.
Gegen 1 Uhr gab es die ersten Versuche einer Landung. Tatsächlich abgeholt wurde das Jungtier zwischen 1:30 Uhr und 2:30.

Am 13.12.17 hat Herr Stadtrat Gerhard Hanke gleich mehrere neue Ausstellungsbereiche im Fledermauskeller auf der Zitadelle Spandau für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Schauraum mit Teil der ZitadellengewölbeEs wurde der neuen Schauraum mit dem Diorama „Lebensraum Zitadellengraben“ vorgestellt. Hier wird lebensnah das Umfeld der historischen Festung mit seiner Flora und Fauna neben den berühmten Fledermausquartieren gezeigt.

Als außerschulischer Lernort wird dieser Bereich in Zukunft den Schulen und Kitas in und um Berlin zu Lehrzwecken zur Verfügung stehen, bietet aber auch dem Zitadellenbesucher die Möglichkeit, den Biotop, um das gewaltige Spandauer Bauwerk kennenzulernen und es dann ggf. selbst zu erforschen.

Herr Hanke fand sehr freundliche Worte und zeigte sich vor zahlreichen Medienvertretern sichtlich begeistert:

Darstellung der Natur um den Zitadellengraben

 

„Das seit langem auf der Zitadelle mit ihrem Fledermauskeller beheimatete Berliner Artenschutz Team -BAT- e.V. hat eine neue Attraktion geschaffen. Mit dem Schauraum „Lebensraum Zitadelle“ wurde in ehrenamtlicher Arbeit ein lebensnahes Abbild der Flora und Fauna der Zitadelle und ihrer unmittelbaren Umgebung hergestellt. Die Kosten sind allein vom Verein BAT e.V. getragen worden und beliefen sich auf rund 7000 Euro.

Eine wirklich gelungene Neuheit auf der Zitadelle! Ich danke dem Berliner Artenschutzteam für das besondere Engagement!“

Zusätzlich wurde ein erster Teilbereich einer Ausstellung zur Historie der Fledermausforschung in der Region Berlin Brandenburg der Presse vorgestellt.

Auf der Zitadelle Spandau wurden im Winter 1932 / 1933 durch den Naturforscher Martin Eisentraut die ersten Fledermäuse der Art „Großes Mausohr“ beringt. Wir feiern damit 85-jähriges Jubiläum in der Fledermausforschung. Hier in Spandau wurden die ersten Quartiersbeziehungen, Wanderwege und viele weitere biologische Daten zu Fledermäusen erforscht. Der Forschungsbereich erstreckte sich auf die Gebiete der Zitadelle Spandau, das Kloster Chorin und die Kalkberge Rüdersdorf.

 

 

   
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