Termine  

Fledermausführungen

Die Fledermaussaison hat begonnen.

Neue Termine für September und Oktober

2019:

Samstag 14.09.19 19:30 Uhr
Freitag 20.09.19 19:00 Uhr
Samstag 21.09.19 19:00 Uhr
Freitag 27.09.19 19:00 Uhr
Samstag 28.09.19 19:00 Uhr
Freitag 11.10.19 18:00 Uhr
Samstag 12.10.19 18:00 Uhr
Freitag 18.10.19 18:00 Uhr
Samstag 19.10.19 18:00 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anmeldung unter

030/36750061
oder Mail: info@bat-ev.de erforderlich!
Plätze begrenzt!
Teilnahme nur nach Bestätigung!

 

 

   

Über Uns  

   

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Mit dem Beginn der herbstlichen Fledermaussaison auf der Zitadelle Spandau hat das Berliner Artenschutz Team auch für Neuigkeiten im Schaugehege des Fledermauskellers gesorgt.
„Neue Lanzen für die historische Festung“ deutet nicht auf die Wiederbewaffnung der Zitadelle Spandau hin. Es geht um den Einzug einer weiteren Kleine LanzennaseFledermausart, der Kleinen Lanzennase (Phyllostomus discolor) .
Als Neuigkeit wird in diesem Jahr eine Gruppe von „Lanzen“, einer südamerikanischen Fledermausart im Schaugehege des Fledermauskellers zu sehen sein. Die „Lanze“ ist ein Nasenaufsatz, der dazu dient, die Echoortung bei der Orientierung zu verbessern. Die als Echo hörbaren Orientierungsrufe werden durch die Nasenform optimal zum Ohr geleitet. Die Gruppe stammt aus einer süddeutschen Forschungseinrichtung wo sie zuvor der Beobachtung ihres Orientierungsverhaltens gedient haben. Die Tiere haben vor wenigen Wochen die Zitadelle bezogen und können jetzt der Öffentlichkeit präsentiert werden. Sie werden künftig den Besuchern der Zitadelle und zahlreichen Berliner Schülern und Schülerinnen Kenntnisse zum Artenschutz vermitteln. Eine besondere Begrüßung erfahren unsere Tiere durch die Eröffnung des Geheges durch den Bezirksstadtrat Gerhard Hanke am 13.09.19. Mit dem Herbst beginnt der Höhepunkt des Fledermausjahres auf der Zitadelle Spandau mit den Spandauer Fledermausnächten. In der Regel Freitag und Samstag nach Sonnenuntergang kann das Naturspektakel des Einflugs der Fledermäuse zur Paarungs- und Schwärmzeit in die Kasematten und Wehrgänge bei den Führungen des Berliner Artenschutz Teams erlebt werden. Die Zitadelle Spandau beherbergt eines der bedeutendsten Winterquartiere für 12 einheimische gefährdete Fledermausarten und hat europäische Bedeutung.

Die Bedeutung des Fledermausschutzes ist in den letzten Jahren insbesondere aufgrund der Klimadiskussion verstärkt in den Fokus geraten. Während fruchtfressende Fledermäuse einen wesentlichen Beitrag zur Verbreitung von Pflanzensamen leisten und dadurch einen entscheidenden Beitrag zur natürlichen Ausweitung von Regenwäldern erbringen, liegt der ökologisch/ökonomische Wert unserer einheimischen insektenfressenden Fledermäuse in der Vertilgung von Schädlingen.

Bereits in den 1930 er Jahren begann auf der Zitadelle Spandau die Fledermausforschung. Der Massenverzehr von Forstschadinsekten führte letztlich zu ihrer frühen Unterschutzstellung und ist heute ein wesentlicher Faktor zur Eindämmung von Waldschäden. Das heutige Projekt „Fledermauskeller auf der Zitadelle Spandau“ wurde 2002 in einer Kooperation zwischen der Kulturverwaltung des Bezirksamtes Spandau und dem Verein „Berliner Artenschutz Team“ ins Leben gerufen und wird seitdem fortentwickelt.

 

Führungstermine: (Teilnahme nur nach Anmeldung und Rückbestätigung)
11./ 12. Oktober, 18./19. Oktober, 25./26. Oktober jeweils um 18.00 Uhr

Anmeldung und weitere Termine unter 030/36750061 bzw. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Fransenfledermaus an GewölbedeckeDas Berliner Artenschutz Team lädt auch in diesem Herbst wieder Besucher zu Führungen in ausgewählte Bereichein der Paarungs- und Winterquartiere der heimischen Fledermäuse in der Zitadelle ein.Braunes Langohr

In der so genannten herbstlichen „Schwärmphase“ können bis zu zehn verschiedene Fledermausarten, wie zum Beispiel die Fransenfledermaus, die Wasserfledermaus oder das Große Mausohr und mit ein wenig Glück auch etwas seltenere Arten wie das Braune Langohr beobachtet werden.

In dieser interessanten Zeit im Herbst bestehen optimale Möglichkeiten diese streng geschützten Tiere zu beobachten ohne sie in ihrem Lebensraum zu stören. In den lehrreichen und spannenden Führungen erkunden wir die historischen Wehrgänge und Bastionen der alten Festung und beobachten die nächtlichen Flatterer in ihren Verstecken und bei der Jagd. Mittels eines Ultraschalldetektors werden die für Menschen unhörbare Rufe der Fledermäuse hörbar gemacht.

So wird spannend und unterhaltsam viel Wissenswertes zur Lebensweise unserer streng geschützten kleinen Säuger vermittelt.


Im Rahmen der anderthalb bis zweistündigen Exkursion besuchen wir selbstverständlich auch das Fledermausschaugehege mit seinen tropischen Bewohnern, Nilflughunden und Brillenblattnasen, im Fledermauskeller.

Bitte dazu die aktuellen Führungstermine beachten. Eine Anmeldung mit Rückbestätigung ist unbedingt erforderlich. Eine eigene Taschenlampe und robuste Kleidung sind sehr zu empfehlen.

WhatsApp Logo 1aDer weit verbreitete Messenger WhatsApp wird jetzt auch für den Fledermausschutz eingesetzt. Im Rahmen eines so genannten Citizen Science Projektes werden die Nutzer von Smartphones in Berlin aufgerufen, Fledermausbeobachtungen zu melden.

In Spalte sitzende Zweifarbfledermaus


Jeder Nutzer der App kann ab sofort ohne weitere Vorkenntnisse die Fledermausforschung unterstützen. 

Das Berliner Artenschutz Team -BAT- e.V. ruft dazu auf, Fledermausbeobachtungen zentral zu melden. Wer also den Hangplatz einer Fledermaus entdeckt und den Fledermausschutz unterstützen möchte, greift einfach zum Handy, 

übermittelt per WhatsApp den Standort, hängt noch ein Bild vom Fledermausquartier an und fertig. Wer mag, kann natürlich freitextlich weitere Infos übermitteln. Besonders interessant sind natürlich Schlafplätze in Kellern oder Wochenstuben in Dachböden. Vielleicht hat jemand eine Fledermaus im Nistkasten oder gar eine Kolonie Zwergfledermäuse im Jalousien Kasten entdeckt.

Eigentlich ist bei der Aktion nur zu beachten, dass die Fledermäuse durch das Fotografieren im Quartier nicht gestört werden dürfen. Jede Meldung trägt dazu bei, das Wissen über die Fledermäuse in Berlin zu verbessern. Die Fledermausschützer von BAT e.V. erstellen dann einen Berliner Stadtplan für Fledermäuse.

Anhand der gewonnenen Erkenntnisse zur Bestandssituation können dann langfristig etwaige Gefährdungen besser erkannt werden und Schutzkonzepte entwickelt werden.

 


Die WhatsApp Nummer von BAT e.V. lautet 0152 273 432 25.


Die Nummer ist nicht für telefonische Anfragen oder Führungstermine eingerichtet.

ZweifarbfledermausHerbst und Frühjahr sind die Zeiten des Zuges der Fledermäuse zwischen Sommer- und Winterquartier. Diese Zeit eignet sich gut zur Beobachtung der Tiere. Die Erforschung der Zugrouten hat Bedeutung für den Fledermausschutz. Während ihrer Reise sind die Tiere Gefahren ausgesetzt. Insbesondere Windparks können eine tödliche Falle für Zweifarbfledermäuse, Kleinabensegler oder Rauhautfledermaus darstellen. Um hier Einfluss auf Planungen zu nehmen ist es für Fledermauskundler wichtig, möglichst viele Erkenntnisse zum Zugverhalten zu gewinnen.

 

 

BAT e.V. unterstützt das Projekt „Fledermauszug Deutschland“. http://fledermauszug-deutschland.de/

 

 
Hierzu gibt es einen schönen Bericht von Bernd Ohlendorf, AK Fledermäuse Sachsen Anhalt. Adobe PDF file icon 32x32

 

Uns erreichte ein Erfahrungsbericht von Familie Thomas und Korinna N. aus Wilmersdorf, diesen schönen Erfolgsbericht wollen wir gern weitergeben:

Neulich Vormittag fanden wir in unserem Garten ein quicklebendiges Fledermausjunges, welches offenkundig aus der in unserem Dachstuhl beheimateten Kolonie stammte. Ohne Scheu krabbelte es auf die vorsorglich mit einem frisch ausgepackten Latexhandschuh geschützte Hand. Wir verbrachten es vorsichtig in ein mit Zeitungspapier und Haushaltstuch ausgestattetes, etwa schuhkartongroßes Behältnis. FledermausbabyHierbei ist darauf zu achten, dass die Ränder des Behältnisses frei bleiben, da das Junge ansonsten herauskrabbelt. Ferner sollte das Papier so gelegt sein, dass sich es sich verstecken kann. Die Temperatur sollte zwischen 20-25 °Celsius betragen. Über die Fledermaus Hotline des NABU haben wir dann den Rat bekommen, das Junge nach Sonnenuntergang seiner Kolonie zur „Abholung“ zu präsentieren.Abholturm


Mit Papierküchentüchern umhüllten wir ein Weizenbierglas, die Enden um den Glasrand eingeschlagen. Dieses stellten wir mit dem Boden nach oben in einen Plastikbehälter, dessen Ränder (ca. 5cm) hoch genug waren, dass das Fledermausjunge nicht herausklettern konnte. Auch der Boden des Behälters war mit Küchenpapier ausgelegt, damit das Junge Halt hat, falls es vom Turm herunterklettert oder –fällt.


Nach Sonnenuntergang machten wir die kleine Fledermaus, die tagsüber meistens geschlafen hatte, mit Hilfe einer Wärmeflasche (35-40°C) munter. (Stoffstück mit Fledermaus drin auf die Wärmflasche, alles in eine Plastikschüssel)Das nun muntere, Laute von sich gebende Tier setzten wir auf den Abholturm. Nachdem wir uns entfernt hatten, kamen bald die ersten Fledermäuse und kreisten um den Behälter. Das war gegen 22Uhr.
Gegen 1 Uhr gab es die ersten Versuche einer Landung. Tatsächlich abgeholt wurde das Jungtier zwischen 1:30 Uhr und 2:30.

   
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